langeweile beim zugfahren zurück nach wien. macbook. sinnloses herumtippen ohne internet – also das hier.
[anmerkung: der farbige stieg in salzburg aus, so dass ich in fahrtrichtung sitzen konnte. dafür stieg eine sehr sonderbare ältere dame ein und setzte sich gegenüber von mir. ich habe ihre selbstgespräche nicht wirklich gut verstanden. sie stieg dann in linz aus und an ihre stelle setzte sich ein ca. 15 oder 16 jähriger mit den größten jungen-locken, die ich je gesehen habe. ich habe dann STRANGER THAN FICTION geschaut und kam mit 15 minuten verspätung in wien an. ich habe nichts für die uni gearbeitet. anmerkung vorbei getipptes anfang]
Es ist 11:40 Uhr und ich sitze gerade im Railjet von Wien nach München an einem Fensterplatz mit Arbeitstisch in entgegen gesetzter Fahrtrichtung, wodurch mir ganz schön schlecht wird, vor allem, wenn ich noch vor dem Macbook sitze. Gegenüber von mir sitzt ein Farbiger, der so aussieht, als könnte er Musikproducer sein (ich weiß auch nicht woher das kommt, vielleicht wegen seinem T-Shirt – keine nähere Beschreibung dazu) und es ist ziemlich voll im Gegensatz zur Fahrt von Wien nach München gestern. Immerhin stinkt es nicht so sehr, wie gerade eben in dem vergammelten, alten Regionalzug von Memmingen nach München.
Noch einmal – warum ich in Memmingen war und insgesamt 12 Stunden Zugfahrt innerhalb von 48 Stunden auf mich genommen habe: Meine kleine Schwester hatte gestern ihren Abiball.
Ich habe die gesamte Hinfahrt nichts für die Uni getan (was ich bei dieser Fahrt zurück nach Wien anders machen will und werde!), sondern erst mein Nick Hornby Hörbuch SLAM zu Ende gehört. Es war tot lustig und ich konnte mir ein lautes Lachen zwischendurch einfach nicht verkneifen, was dann zur Folge hatte, dass die wenigen Menschen um mich herum ziemlich irritiert geschaut haben, sowieso egal. Die beste Stelle war die Namensgebung des Babys von Sam und Alicia. Es wird „Rufus“ nach Rufus Wainwright genannt und Sam philosophiert darüber, wie es wohl geheißen hätte, wenn im Moment der Geburt ein Lied der Arctic Monkeys ertönt wäre. Großartig! Die Hinfahrt verging also mehr oder weniger schnell, denn als das Hörbuch aus war, hab ich nur noch Blödsinn getan. Musik für eine neue Kassette herausgesucht zum Beispiel, oder Karotten gegessen, Kaffee getrunken und ein bisschen herausgeschaut. Das ging 6 Stunden ganz gut, jetzt muss ich mir was anderes überlegen, also wohl oder übel arbeiten. Ich darf das Macbook ja auch nicht umsonst mit mir herumgeschleppt haben!
Als ich dann gestern Nachmittag endlich in Memmingen ankam, war meine niederbayrische Verwandtschaft schon eingetroffen. Es gab Kaffee, Kuchen, lustige Geschichten von meinem Opa (schon mindestens eine millionmal gehört) und dann kamen wir irgendwann in Zeitdruck, weil wir alles vergessen haben. Schnell ankleiden, fertig machen, losfahren, Andenkenfotos schießen – meine Schwester und alle, meine Schwester und ihre Freundinnen, meine Schwester und ich, meine Schwester und meine Großeltern, blabla.
Der Abiball an sich war gar nicht so schlimm. Also schon relativ langweilig, aber was solls. Die meiste Zeit haben wir darauf gewartet, dass wieder irgendeine Musik kam, zu der man blöd tanzen konnte und ich habe Moritz, den kleinen Bruder des Freundes meiner Schwester genötigt mit mir zu tanzen. Bester Teil des Abends! Irgendwann gegen halb 1 sind wir noch auf die so genannte Aftershowparty, aber weil ich schon seit halb 6 auf den Beinen war, war die Party für mich dann irgendwann gegen viertel nach 2 aus, im Bett meiner Schwester.
Heute waren wir um halb 7 kurz joggen im Wald (herrlich, viel besser als im stickigen Großstadtpark von Schönbrunn) und frühstücken (ein so gutes! – Mama weiß halt einfach was ich gerne mag) und nun sitze ich schon im Zug zurück nach Wien, weil ich ab morgen im Verlag zwei Wochen arbeite, um mir das Interrail Abenteuer leisten zu können.
Also jetzt.....arbeiten, oder essen, oder Kaffee holen, oder Musik hören, oder oder oder...
[getipptes ende]
ein großes
haha!
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